Die Ruinenstadt Leipzig


In der DDR sind in 40-jähriger Friedenszeit mehr Häuser als im Krieg zerstört worden, einfach durch völlige Vernachlässigung.

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Für diese Fotos brauchte man die Hainstraße        139
in der Innenstadt nicht zu verlassen.
Den Anblick hatten die Leipziger seit dem
5. Dezember 1943,
als große Teile der Stadt
in Trümmer gelegt wurden. Das war der schlimmste Bomberangriff auf unsere Stadt.
Man beachte bitte die staatstragende DDR-Fahne an der Ruine.

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Ein Grundstück an der Georg-Schumann-Str. ( Ausfallstraße nach Halle, B 6 ) im Frühjahr 1990. Der Mann  auf dem Plakat ist übrigens der Herr Ebeling, damals Pfarrer an der Thomaskirche. Wer heute mit der Partei "Die Linken" (also die alte SED) sympathisiert, sollte daran denken, daß Häuser wie das folgende zwar nicht im Parteiprogramm vorkommen, sich aber zwangsläufig aus den angestrebten Besitzverhältnissen ergeben. ( Blücherstraße / Ecke Christian-Ferkel-Straße früher und heute ).

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Hier noch ein Blick auf das Sanierungsgeschehen in der Blücherstraße in Möckern.


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Wie das rechte Bild zeigt, ist nun alles längst wieder in Ordnung.


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Glaubt Ihr nun, daß Leipzig eine Stadt im Grünen ist / war?



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Wie durch ein Wunder hatte die Universitätskirche am Augustusplatz den Bombenhagel des Krieges unbeschädigt überlebt. Ein großes Verbrechen der Kommunisten war ihre Sprengung 1968. Walter Ulbricht wollte ja, daß seine Geburtsstadt Leipzig dereinst „Walter-Ulbricht-Stadt Leipzig“ heißen sollte. Da war kein Platz für eine Kirche im Zentrum. Dort steht heute ( aber nicht mehr morgen! ) das Seminargebäude der Universität. Zur Erinnerung an diese Kulturschande hat man an dieser Stelle die symbolische Fassade aus Stahl errichtet.

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Im Vordergrund der Mendebrunnen (benannt nach seiner Stifterin, einer Kaufmannswitwe). Erst 1982 wurde er wieder aufgestellt und hieß dann „Brunnen am Gewandhaus“. Heute sieht das so aus:

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Angeblich konnte man aus statischen Gründen das Bronzerelief nicht entfernen, aber das Seminargebäude verschwindet sowieso auch bald. Die Stahlkonstruktion erinnert an die Universitätskirche.

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        Alte verfallende Fabrik in Lindenau.           Doppelhaus in Böhlitz-Ehrenberg, alt und neu.

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Der typische Antennenwald, alle nach Torfhaus (Brocken) gerichtet. Nach dem Staatsstreich vom 13. August 61 sollten die Westantennen eigentlich alle verschwinden. Als die roten SA-Sturmtrupps das in Angriff nahmen ... und die Ersten vom Dach stürzten, wurde die Aktion ganz schnell abgeblasen. Das Wort "Westfernsehen" verschwand aus dem

Wortschatz. Erst nach vielen Jahren sprach unser unvergessener Genosse Erich Honecker vom Westfernsehen, das "jeder nach Belieben ein- oder ausschalten kann."