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Leipzig wurde am Zusammenfluß von Pleiße, Schwarzer Elster, Luppe, Parthe und Nahle begründet. In früheren Zeiten wurde das Stadtbild entscheidend von den Flüssen geprägt. Im vorigen Jahrhundert entstanden prächtige Villen mit Parks zwischen Fluß und Haus. In der Kommunistenzeit konnten wir nur die dem Verfall preisgegebenen ehemaligen Prachtbauten sehen. Auch Wasser war weit und breit nicht zu erblicken. Der Grund - da die Pleiße als Kloake für ungeklärte Abwässer der Chemiewerke Böhlen und Espenhain ( der Name leitet sich von einem Hain aus Espen ab, wer hätte das gedacht! ) mißbraucht wurde, stank sie mörderisch. Mit sozialistischem Elan wurden die Flüsse deshalb in den fünfziger Jahren verrohrt und das Problem war damit gelöst. Eine Straßenbahnhaltestelle am Reichsgericht hieß beispielsweise Karl-Tauchnitz-Brücke, aber weit und breit war keine Brücke zu entdecken - braucht man auch nicht, wenn das Wasser unter der Erde fließt. Oder in der Friedrich-Ebert-Straße gab es in der geschlossenen Bebauung eine rätselhafte Lücke, die zu keinem Grundstück gehörte. Heute ist das Wasser gottlob wieder sauber und nach und nach werden die Gewässer wieder freigelegt. Noch besser: In der Antonienstraße gibt es einen Bootsverleih, der Rundfahrten mit dem Motorboot anbietet. Der Kapitän ist ein echter Leipziger mit Seemannsbart und Admiralsuniform. Leute, laßt Euch das nicht entgehen!

Die Brücke rechts führt über die
Zschochersche Straß









Das ist die ehemalige Firma Mey & Edlich, weltberühmt durch ihre Papierkragen. ( Fragt den ältesten Opa, den Ihr kennt, was ein Papierkragen ist. )



Hier geht es in den Karl-Heine-Kanal. ( Karl Heine war ein Leipziger Industrieller des vorigen Jahrhunderts, der weitschauend die Anbindung Leipzigs an die Verkehrswege befördert hat. Die nach ihm benannte Straße durfte sogar in der Kommunistenzeit ihren Namen behalten. )



Aus dieser alten Fabrik wurde ein modernes Wohnhaus mit Gaststätte und Bootssteg.




Dieser Mann hat schon manchen Orkan auf den Leipziger Gewässern erlebt und immer überstanden. Leute, dem könnt Ihr Euch anvertrauen. Eine Sicherheit gibt es in jedem Fall: Wenn Ihr absauft, ersäuft er mit!









































Musikerviertel

Hier in der Nähe des Reichsgerichts ist der Pleiße-Mühlgraben sichtbar geworden. Im Hintergrund das Musikerviertel.

Innenstadt

Der Pleiße-Mühlgraben in der Nähe der Thomaskirche.

Elsterm.

Die oben erwähnte Bebauungslücke in der Friedrich-Ebert-Straße wird wieder zum Elster-Mühlgraben.