Eduard Duller "Die Jesuiten" ein Buch aus dem Jahr 1845 über die Gesellschaft Jesu (SJ).

Eduard Duller (* 08.11.1809 Wien; + 24.07.1853 Wiesbaden) war ein deutscher Dramatiker, Geschichtsschreiber und katholischer Geistlicher.
Er war hochbegabt und wurde von seinem Stiefvater - sein leiblicher Vater war noch vor seiner Geburt verstorben - in Liebe, aber streng erzogen. In Wien studierte er Jura und Philosophie und schrieb mit 17 Jahren bereits sein erstes Drama. Seine freisinnige, antiklerikale Gesinnung brachte ihn immer wieder mit dem in Österreich herrschenden Metternichschen System (Demagogenverfolgung) in Konflikte. Er ging nach München und 1832 nach Trier, wo er mit Friedrich von Sallet Freundschaft schloß. 1834 ließ er sich in Frankfurt a. M. nieder und begründete die Zeitschrift "Phönix", die im Publikum schnell beliebt wurde. Hier wurden Aufsätze der Vertreter des Vormärz wie Gutzkow und Büchner gedruckt. Lebhaften Anteil nahm er an der Entstehung und Entwicklung des Deutschkatholizismus, einer Bewegung, die sich die Loslösung der katholischen Kirche vom Hof zu Rom zum Ziel setzte. Er schreibt: "Da komme ich wieder auf das Werk einer freien deutschen katholischen Kirche zurück. Ich kann nicht anders; ich möchte als Wächter auf der Warte stehen und es in jeder Stunde des Tags und der Nacht allen deutschen Herzen zurufen -- Ihr katholischen Priester und Laien Deutschlands, reicht euch die Hand zum Bunde, ohne Menschenfurcht; dem Mutigen für eine gerechte Sache steht Gott bei, und dies Deutschland, dieser Boden der Freiheit und Treue, soll nicht länger von Verknechtung durch Jesuiten und Römlinge entweiht werden. ... Ihr evangelischen Brüder aber bildet die feste Wand um diesen Kampfplatz, auf dem die deutschen Katholiken stehen, die lebendige Mauer, die kein Jesuit und Römling durchbreche, um zu jenen hinanzudringen.... So, wenn die deutschen Katholiken von Rom unabhängig geworden, wird der große Tag des Friedens über einem einigen Deutschland aufgehen; und sei es nach härtesten Mühen, ein freies Dasein, die Ehre und Sittlichkeit einer Nation sind solcher Mühen wert." Seine letzten Lebensjahre verbrachte er als Prediger der deutschkatholischen Gemeinde in Mainz.
Einen herausragenden Platz aus heutiger Sicht in seinem Schaffen nimmt seine populäre Darstellung der Geschichte des Jesuitenordens ein, er deckt hier die meist im Verborgenen stattgefundenen kriminellen Aktivitäten des Ordens auf. Hier zeigt er an vielen Beispielen den Mißbrauch der Religion durch die katholische Kirche. In seinem Buch über den Jesuitenorden heißt es dazu: "Gleichwohl hat sich jene jesuitische Lüge: 'als ob nur jener Fürst, nur jener Staat sicher sein könne, der sich der Vormundschaft des Ordens und überhaupt der Kirche völlig überlasse,' noch lange, selbst bis auf den heutigen Tag, geltend gemacht; die Schwachen im Geiste glauben daran, weil sie mit blöden Augen das heilige und erhabene Wesen der Religion, ohne welche keine Familie, und um wie viel weniger ein Staat bestehen kann, nur im Gewand der Kirche, und zwar der römischen, wahrzunehmen vermögen und es mit der Priesterherrschaft völlig vermengen."


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